Mach einfach mal

Mach einfach mal

Beitragsbild, das den Titel "Mach doch mal" zeigt

In dieser Folge spreche ich mit Tim Barton aus Hamburg. Er hat letztes Jahr Abitur gemacht, war dann 4,5 Monate in Neuseeland und hat dann mit seinem Podcast „Grow with me“ angefangen.

Er war auf dem Bootcamp von Tobias Beck, das ihn dazu inspiriert hat, einen Podcast zu starten. Erst hatte er Zweifel, ob ihm überhaupt jemand zuhören will, weil er kein Experte auf einem Gebiet ist. Dann hat er aber an die ganzen Vlogs auf YouTube gedacht und festgestellt, dass jeder Mensch anders ist und jedes Leben auf seine eigene Weise interessant ist. Spannenderweise ist es bei Tim also wie bei mir und so vielen anderen, obwohl wir die Podcasts für euch machen, profitieren wir davon auch, denn sie zeigen uns, dass wir doch einiges zu sagen haben und helfen uns, an uns zu glauben.

So ging mir das auch im Februar, als ich begonnen habe mehr auf Instagram zu posten. Da hätte ich vorher niemals gedacht, dass ich überhaupt so viele Posts verfassen könnte, ohne mich dabei total zu verkrampfen und über Belangloses zu reden. Aber je mehr man erstmal macht, desto mehr Inspirationen und Ideen hat man auch wieder.

Meine Freundin Roberta hat dazu mal gesagt: Ideen sind wie Karnickel, sind sie erstmal da, vermehren sie sich schneller als man denkt.

Es fing mit Tipps zum Daten an

Wie kam es denn überhaupt, dass Tim sich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinander gesetzt hat? Das vor ungefähr ein Jahr vor Neuseeland, als sich seine damalige Freundin von ihm getrennt hat. Daraufhin wollte er wissen, wie er besser mit Frauen interagieren kann und sie besser verstehen kann. Er sagt er war damals so in der Dating Szene und hat sich dann mit Büchern wie Matthew Mockridge und Tobias Beck auseinander gesetzt. Dann war er auf der Masterclass von Tobias Beck und später bei dem Bootcamp.

Solche Events bezeichnet er als totalen Augenöffner, sie sind ein Tritt in den Hintern und sehr emotional. Vorher hat er häufig den ganzen Tag Serien oder so geguckt, obwohl er wusste, dass es nicht gut für ihn ist. Auf der Masterclass sind ihm dann die Augen geöffnet worden und sie hat ihn aus der Komfortzone gebracht und zum Nachdenken angeregt. Auf der Masterclass waren mehrere Tausend Menschen und auf dem Bootcamp ca. 50. Tim denkt, dass jeder etwas aus diesen Events mitnehmen kann.

Eine Übung war z.B. dass du einer Person 10 Minuten durchgehend in die Augen guckst. Heutzutage ist es unüblich in der Bahn oder Stadt Fremden überhaupt in die Augen zu schauen. Diese 10 Minuten hätten sich erst sehr komisch angefühlt, aber sie haben ihm gezeigt, wie magisch manche Momente sein können. Seitdem fragt er häufig Fremde, wie es ihnen geht und erlebt erst Verwunderung und dann Freude darüber.

Tims Vision

Die Vision von Tims, die er mit seinem Podcast erreichen will ist, dass Leute mehr Selbstvertrauen haben und sich viel lieber mit sich selbst beschäftigen – auch den unangenehmen Teilen von sich. Was Tims Podcast auszeichnet, sind seine sehr kurzen Folgen, weil er findet, dass viele Leute sehr beschäftigt sind und sich dann über seinen Podcast einfach einen kurzen, positiven Impuls holen können. Häufig sind ja auch wirklich nur kleine Anstupser nötig, die man braucht.

Was Tim sehr freut, wenn Leute ihm schreiben, dass sie seinen Podcast gerne hören, weil ihm das zeigt, dass er wirklich etwas in der Welt verändert. Man zweifelt ja manchmal an sich und ob all die Bemühungen überhaupt etwas bringen und da tut einem das sehr gut.

Er weiß noch nicht genau, was er später machen will. Aber fest steht, dass er sein eigener Chef sein will und ein Produkt herausbringen will, das anderen hilft. Wir reden darüber, dass es da diesen Druck in der Gesellschaft gibt, dass wir direkt nach dem Abi wissen, was wir machen wollen. Aber wir leben und arbeiten so lange, es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man viel ausprobiert. Interessanterweise weiß Tim das vom Kopf, gibt aber auch zu, dass er häufig unzufrieden mit sich selbst ist, weil er noch unentschlossen ist. Viele Leute dürften dieses Gefühl kennen, sich dann wie ein Versager zu fühlen, auch wenn man sich gut zuredet. Deshalb finde ich es wichtig, auch mit anderen darüber zu reden, wie sie das empfinden, damit man merkt, dass es völlig normal ist.

Manchmal muss man einfach starten, denn es wird nie den perfekten Moment geben. Also wenn du gerade zögerst, irgendwas zu machen, dann fang einfach an. Schreib mir auch sehr gerne, wenn du ein bisschen Hilfe brauchst.

Alles Liebe, deine

unterschrift ilka brühl

Shownotes

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