Herausfinden, was man will

Herausfinden, was man will

Beitragsbild zu Folge 30

Dies ist der zweite Teil von dem Interview mit Renate Sophia Müller. Wenn du den ersten noch nicht gelesen oder gehört hast, hol das am Besten vorher nach.

Am Ende des ersten Teils haben wir darüber geredet, dass es auch in Renates Leben viele Leute gab, die ihr davon abgeraten haben so mutig zu sein und ganz andere Vorstellungen vom Leben haben. Erstmal was richtiges studieren zum Beispiel. Doch Renate ist sich stets treu geblieben und hat auf ihr Herz gehört. Erfahre hier, wie sie das gemacht hat. Deshalb wollen wir in diesem Teil herausfinden, was man will.

Nicht verunsichern lassen

Viele wollen einem schnell Ratschläge geben, was dazu geführt hat, dass Renate lange eine Rolle gespielt hat, weil sie sich nicht getraut hat, ehrlich zu sagen, was sie wirklich denkt. Dann hat sie immer gesagt, dass sie ja schon nach studieren wird, um sich zu rechtfertigen, obwohl sie eigentlich am liebsten alles mal ausprobieren würde und so herausfinden, was man will. Dafür hat sie sich dann immer schlecht gefühlt und gedacht, dass was mit ihr verkehrt ist.

Anschließend haben wir uns gegenseitig ein bisschen hochgeschaukelt, weil wir uns so gefreut haben, dass wir die gleichen Ansichten haben. Wir sind beide extrem neugierig und würden am liebsten Tag jedes Tag etwas Neues ausprobieren und lernen und wollen uns gar nicht festlegen. Wir haben so ein wundervolles Leben und es gibt so viele Dinge, die wir hier erschaffen können. Und Renate und ich sind beide so dankbar für diese Möglichkeiten, die unser Leben uns bietet. Renate hat es wieder so schön ausgedrückt, dass sie es als Gabe ansieht, dass man so eine Vielzahl an Träumen hat.

Sei ruhig ein Träumer

Manchmal hört man von anderen, dass es nicht gut ist, wie ein Träumer durchs Leben zu gehen und voller Optimismus zu leben, weil das Leben sei ja kein Ponyhof und irgendwann würde was passieren und man fällt dann auf die Nase. Ich habe da ein ganz krasses Gegenbeispiel für dich, bitte entschuldige, dass es etwas drastisch ausfällt.

Angenommen in zehn Jahren würde der dritte Weltkrieg ausbrechen (Klopf auf Holz, dass das nicht passiert). Bis dahin hätte Person A optimistisch gelebt und viele tolle Dinge erlebt und Person B wäre eher konventioneller und vorsichtiger unterwegs, um mit möglichst realistischer Einstellung durchs Leben zu gehen. Wird Person B dann jetzt anlässlich des Krieges jubeln und sagen „Großartig, jetzt kommen harte Zeiten auf uns zu, zum Glück habe ich schon Erfahrung darin, nicht glücklich zu sein. Stell dir bloß vor, ich hätte die Zeit davor zur Abwechslung mal Spaß gehabt.“ Natürlich ist das jetzt sehr plakativ und ich weiß, dass man auch Spaß haben kann, wenn man sich nicht jeden Traum erfüllt und eher vorsichtig unterwegs ist.

Genieße das Leben JETZT

Renate sagt, dass wenn man nicht jetzt schon glücklich ist und einfach das Leben genießt, wird man es auch in der Rente nicht sein. Ihre Großeltern haben immer zu ihr gesagt, dass sie erstmal was schaffen solle und sich dann in der Rente was gönnen könne. Ihr Opa habe jetzt zum Beispiel Alzheimer. Also wenn nicht jetzt wann dann? Der gegenwärtige Moment ist so wichtig und um wirklich glücklich zu sein, müssen wir herausfinden, was man will. Verschiebe deine Träume nicht. Man weiß nun mal nicht, was in fünfzig Jahren sein wird. Jetzt haben wir das Privileg unser Leben richtig zu genießen. Und ich bin überzeugt davon, dass man einen Job finden kann, der sehr gut zu einem passt und nicht nur eine lästige Tätigkeit ist, bei der man sich stets auf den Feierabend und das Wochenende freut. Doch dafür müssen wir herausfinden, was man will.

Du bist genug

Des Weiteren hat mich brennend interessiert, wie es kam, dass Renate einen Weg einschlägt, bei dem sie ihre Gedanken mit der Welt teilt, beispielsweise in ihrem Podcast, um etwas Gutes zu tun und Leute positiv zu beeinflussen. Daraufhin erzählt sie, dass sie schon immer eine soziale Ader hatte und ihren Freunden geholfen hatte, wenn es ihnen nicht so gut ging. Aber früher habe sie immer gedacht, dass sie erst soziale Arbeit studiert haben muss, damit sie wirklich wem helfen kann.

Geändert hat sich diese Ansicht vor ca. einem Jahr, als sie das Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung für sich entdeckt hat. Da hat sie die Rise Up and Shine University von Laura Malina Seiler gemacht hat. Das ist ein 21 tägiger Onlinekurs mit Workbook. Vorher hatte sie immer das Gefühl nicht die Zeit zu haben, mit ihren Gedanken rauszugehen und zudem hat sie vorher sehr negativ und limitierend über sich gedacht. Sie hat von sich gedacht, dass sie ein Träumer sei, der der Welt gar nichts zu geben habe, dass sie gar nicht das Recht habe ohne etliche Weiterbildungen sowas zu machen. Doch der Kurs hat ihr gezeigt, dass sie genug ist.

Du bist nicht alleine

Auch die Yogaausbildung habe dazu begeitragen, ihr Urvertrauen in sich zu stärken. Plötzlich hatte sie das Gefühl, doch etwas zu sagen zu haben und war super motiviert und hat auch einen Podcast gestartet. Jetzt ist sie voll in ihrem Element mit ihrem Freigeist Podcast. Halten wir also fest, dass man an sich glauben sollte und dann kann man herausfinden, was man will.

Mit ihrem Podcast kann sie ihre Gedanken wunderbar ausdrücken und erzählt lachend, dass sie sich dann manchmal richtig in Rage redet. Dieses Gedankenchaos kommt so zur Ruhe und die Seele kann sich ausdrücken. Deshalb sei sie dabei richtig begeistert wie ein kleines Kind, was ich unglaublich süß finde. Außerdem liebt sie auch die Möglichkeit, Leute zu interviewen, die genauso denken wie man selbst. Dann merkt man nochmal, dass man nicht alleine auf der Welt ist. Das ermutigt einen total, dass man an sich und seine Träume glaubt und alles für möglich hält.

Es ist generell super wichtig, dass man sich mit Leuten umgibt, die ähnlich denken wie man selbst, damit man sich nicht von seinen Träumen abbringen lässt.

Herausfinden, was man will mit Yoga?

Ob Renate glaubt, dass Persönlichkeitsentwicklung, Yoga und Mediation was für jeden sind oder nur für sehr spirituelle Menschen? Und kann man so besser herausfinden, was man will? Ihre Antwort ist, dass wir alle spirituell sind im Kern. Es bringt für alle Menschen mehr in das eigene Leben, denn jeder hat tief im Kern dieses Spirituelle, doch wir haben häufig verlernt, uns mit uns selbst zu verbinden. Früher hat sie selbst wie sie lachend sagt nichts von so Esoterik-Hokuspokus gehalten, doch mittlerweile sieht sie das anders. Durch Yoga und Meditation kämen wir wieder zu diesem ursprünglichen Zustand, gleichzeitig alles und nichts zu sein. Man sei einerseits nur so ein Funke im Universum und zugleich alles und so wichtig. Man sollte sich nicht dazu zwingen jetzt Yoga zu machen, da sollte Zwang keine Rolle spielen. Nur wenn man sich öffnet und vielleicht auch Spiritualität für sich selbst anders definiert, ganz ohne Erwartungen da ran zu gehen, bringt einem das was.

Eine schöne Frage ist, wer bin ich eigentlich, wenn ich niemand sein muss? Wer bin ich, wenn das Leben nichts erwartet? Laut Renate sind wir zugleich alles und nichts. Du kannst alles sein, steck dich nicht in Schubladen. Es kann sein, dass du eher der kreative Typ bist, aber du bist noch so viel mehr als das. Somit führen Persönlichkeitsentwicklung, Yoga und Meditation zum intensiven Beschäftigen mit sich selbst. Man ermittelt eher die eigenen Wünsche und kann herausfinden, was man will.

Renate empfiehlt als Bücher The pursuit of dreams, dazu gibt es auch den passenden Film the amazing you. Beides ist nur auf Englisch verfügbar. Dabei geht es um einen armen Menschen aus Rumänien, der als Traum hatte mal zur Antarktis zu reisen und das wirklich geschafft hat. Es hat sie einfach so beeindruckt, dass dieser Mann nicht von seinen Träumen abzubringen war, obwohl er nichts hatte.

Außerdem von Neil Donald Walsch was Gott will, das in ihr sehr viel bewegt hat. Sie habe lange gedacht, dass Gott was von einem will, aber das sei gar nicht der Fall. Auch dass alle immer anders interpretieren, was er gemeint hat.

Frag dich doch mal, ob du wirklich glücklich bist. Oder machst du das nur, weil dein Umfeld es so will?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Entdecken und vergiss nie: Du bist wunderbar!

Alles Liebe, deine

unterschrift ilka brühl

 

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